Schon seit Ewigkeiten bin ich ein großer Fan der USA- als Urlaubsland.  Meine bevorzugte Art, Urlaub zu machen in früherer Zeit, war folgende: mein Liebster, zwei Flugtickets, ein Auto und ein voller Tank. Nur er und ich „on the road“. Jede Menge Naturparks, zum Schluss mindestens 6000 Meilen auf dem Tacho und ein zerschundenes Auto. Sich treiben lassen, abends noch nicht wissend, wo man am Tag darauf landen würde. Aber das ist Vergangenheit…

Die Konstellation in diesem Jahr heißt: mehr Flugtickets, zwei Autos, Constanze und ich plus Familie mit je einem Kind, 11 und 12 Jahre. Ganz neu und auch sehr spannend!

Das Ziel ist Florida.

 

1.Tag

Von Miami nach Palm Beach

Es ist so heiß! Wir holen unsere Autos und brausen gleich ab zu unserem ersten Ziel: Palm Beach. Kleine Stadt direkt am Atlantik mit ca. 9000 Einwohnern. Wir bleiben nur eine Nacht- leider, denn Palm Beach hat einen wunderschönen Strand. Hier legt man besonderen Wert auf Tierschutz. Überall findet man kleine mit Zäunen abgeteilte Areale, in denen sich Gelege der Meeresschildkröten befinden.

Unser Blick fällt sofort auf einen Pier, der sehr weit ins Meer hinausragt. Mitten auf dem Pier gelegen, entdecken wir das Restaurant „Benny´s on the beach“, mit einer sehr guten Auswahl an frischem Fisch. Die Preise sind moderat, alle Speisen sind sehr frisch und definitiv kein Fastfood. Hier schlagen wir uns erstmal so richtig den Bauch voll mit leckerem „Seafood“. Das Gericht „Captain´s Platter“ lässt einfach keine Fischwünsche offen.

Benny`s on the beach

10, S. Ocean Boulevard, Lake Worth, Florida 3346

www.bennysonthebeach.com

Palm Beach
Palm Beach Florida, ein himmlisches Schauspiel an unserem ersten Abend

2.Tag

Von Palm Beach nach Daytona Beach

Endlich schwimmen wir in dem wunderbar warmen Wasser des Atlantiks und dann weiter nach Daytona Beach. Hier wohnen wir direkt am Strand in einem Hotel mit riesengroßen Zimmern und riesengroßen Fenstern mit Meerblick. Aber mehr möchte ich zu diesem Hotel auch wirklich nicht sagen- unterirdisch! Wer wissen möchte, welches Hotel man dort meiden sollte, kann uns gerne anschreiben…

Überhaupt ist der ganze Ort nicht wirklich toll. Der Strand ist total zugebaut und wäre ohne die ganzen Hotels wirklich schön. Auch hier stehen viele Menschen ganz früh morgens auf, um die Meeresschildkröten zu beobachten. Leider haben wir keine gesehen, dafür aber um so mehr Pelikane. Sie flogen in wahnwitzigen Formationen ganz dicht über unsere Köpfe hinweg und schossen in die Wellen auf der Suche nach Frischfisch.

Daytona Beach ist trotzdem nur ein typischer Ort für Wochenendtourismus. Aber eigentlich sind wir eh nur hier, um das „Kennedy Space Center“ im nahen Cape Canaveral zu besuchen, und das machen wir am

 

3.Tag

Cape Canaveral

Hier fällt es mir wirklich schwer, nur ein paar Sätze zu schreiben, weil es einfach so unglaublich ist! Wer sich auch nur ein kleines Bisschen für Raumfahrt interessiert, kommt im „Kennedy Space Center“ voll auf seine Kosten.

https://www.kennedyspacecenter.com

Man kann in echte Raumkapseln klettern und zwischen riesigen Raketen herumspazieren.

Raketen, Cape Canaveral
Kennedy Space Center, Rocket Park

Man erlebt einen simulierten Raketenstart und die Mondlandung hautnah mit. Diverse 3D und 4D-Simulationen runden den Besuch ab. Aber man kann auch mit einem Bus über das Gelände fahren, auf dem nach wie vor Raketenstarts stattfinden.

Man erfährt so viel über die Vergangenheit der Raumfahrt sowie die zukünftige „Mission to Mars“, dass man förmlich in dieses Thema eintaucht.

Dies war echtes Highlight für alle Beteiligten.

Daumen ganz hoch!

 

4.Tag

Von  Daytona Beach nach St. Augustine

St.Augustine´s Wahrzeichen- der gedrehte Leuchtturm

Das ist die älteste, von Europäern gegründete Stadt in den USA. Es gibt eine hübsche, alte Festung am Wasser zwischen Palmen. Man kann sie besichtigen, aber wir Europäer sind ja schon sehr geschichtsverwöhnt; die Lage ist schöner als der Inhalt.

Festung von St.Augustine, Florida

Ansonsten hat St. Augustine eine niedliche Altstadt mit Unmengen an Restaurants, Eisdielen und Souvenirshops. Alles ist ein wenig auf alt getrimmt und man kommt sich überall vor wie im Museum. Die kleine Stadt in Florida war in früherer Zeit sehr umkämpft, sogar Sir Francis Drake war schon hier. Es gibt auch ein Piratenmuseum und Geistertouren am Abend. Auf dem Leuchtturms soll es spuken…Mit dem Conch Train kann man sich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten fahren lassen. Da wir aber dem ganzen touristischen Treiben entfliehen wollten, haben wir ein Picknick an einem der vielen tollen Strände gemacht. Die Kinder sind noch schnell in die Fluten gesprungen und wir konnten den traumhaften Sonnenuntergang bewundern bei einem in Handtücher eingewickelten „Bud“. In den USA ist Alkohol am Strand strengstens verboten!

Und morgen geht´s an den Golf von Mexiko!

Please follow and like us:
0

3 thoughts on “Florida Roadtrip : Von Miami bis St. Augustine”

  1. Danke für die schönen Impressionen – toll geschrieben. Das komplettiert unseren Florida-Urlaub, da wir diese schönen Plätze nicht gesehen haben. Ich freue mich schon auf die Fortseztung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.