Nachdem jetzt schon die ersten Blätter fallen, nachdem der erste Schock und die Bilder von der unglaublichen Zerstörung durch Irma mental überwunden sind, nachdem Xavier hier ganz schön rumgewütet hat, möchte ich euch nun auch den letzten Teil unseres Florida-Roadtrips über Miami nach Key West nicht vorenthalten.

So satt nach unserem Mega-Frühstück in der Island Cow auf Sanibel Island ( ihr erinnert euch sicher:„Kim not Kardashian Omelette“) machen wir uns nun auf den Weg nach Miami.

Das erste, was wir bei unserer Ankunft sehen, ist nicht der Strand und auch keine Palmen. Nein, es ist erstmal dies:

Strassen von Miami
Stadtautobahnen von Miami

Ein wahnsinniges Strassenchaos! Trotz der freundlichen „Lisa“ in unserem Navi ist es nicht einfach zu bezwingen…

Doch kurz darauf entspannen wir uns abends schon bei einem unglaublichen Ausblick auf South Beach. Weit weg und doch mittendrin!

Ein Abend am Pool
Blick auf South Beach

Hier bleiben wir erstmal und genießen das tolle Wetter und den Pool. Das viele Autofahren war schon auch anstrengend, so dass wir erstmal etwas sparsamer sind mit unseren Unternehmungen.

Trotzdem zieht es uns an den tollen Strand von South Beach am spektakulären Ocean Drive mit seinen wunderschönen Life Guard Stands. Dieser Strand gehört definitiv zu den schönsten Stränden in Miami und außerdem mit zu den schönsten, die wir auf dieser Reise gesehen haben. Und man darf eins nicht vergessen- es ist ein Stadtstrand!

Miami, Life Guard Häuschen am Strand von South Beach

Den Nachmittag verbringen wir ebenfalls in South Beach, von seinen Bewohnern liebevoll „Sobe“ genannt. Unser Ziel ist das wunderbare Art Déco District entlang des Ocean Drive. Hier gibt es neben allen erdenklichen Fashion-Labels auch die auffälligen Hotelbauten aus den Jahren 1930-1940. Neben Form und Farbe sind die Fenstervorsprünge auffällig, da sie aus der Ferne wie Augenbrauen aussehen. Diese atemberaubenden Bauten sollten tatsächlich in den 1970er Jahren abgerissen werden. Glücklicherweise konnte das von einer Bürgerinitiative verhindert werden. Man kann unter diesem Link auch Touren buchen, die die Besonderheiten ausführlich erklären. www.mdpl.org

Tatsächlich sind in einigen Hotels noch die ursprünglichen Lobbies erhalten. Hier gibt es tolle Bilder dazu.

Gut erholt und nach zwei Geburtstagsfeiern, die in unseren Urlaub gefallen sind, nehmen wir die Strasse in Richtung Key West. Über die vielen Keys geht es immer nur geradeaus, wie aufgereihte Perlen auf einer Schnur. Rechts der Golf von Mexiko, links der Atlantik, nur durch eine Strasse getrennt. Irgendwie verrückt!

Overseas Highway nach Key West
Alte, aufällige Eisenbahnbrücke, 1935 durch einen Hurrikan zerstört und nicht wieder aufgebaut

In Key West, der Conch Republic, ticken die Uhren irgendwie anders. Es gibt ganz viele Fahrräder, alles Beach Cruiser. Die Häuser sind bunt mit einer Veranda davor, so dass ich sofort einziehen möchte. Hühner laufen frei herum und viele Katzen haben sechs Zehen an den Pfoten. Zudem wirkt alles viel ruhiger und gemütlicher. Liegt es vielleicht daran, dass dieser Ort tatsächlich der südlichste Punkt des Festlands der USA ist? New-Age-Anbeter, Freigeister und Outsider haben hier ein Zuhause gefunden. Der Wahlspruch dieser Stadt „One Human Family“, der Wunsch alle Menschen mit Würde und Respekt zu behandeln, ist an jeder Ecke spürbar. Das merkt man ganz besonders am Mallory-Square, wenn sich Touristen und allerhand kauziges Volk am Abend versammeln, um den Sonnenuntergang zu feiern, der hier ganz besonders schön sein soll!

Sonnenuntergang am Mallory Square, Key West

Auch viele Künstler und Schriftsteller haben hier einige Jahre verbracht wie z.B. Ernest Hemingway, dessen Haus man in der Whitehead Street 97 besichtigen kann. Hier ist alles originalgetreu erhalten, der Glamour einer längst vergangenen Zeit.

Mich konnte der Zauber von Key West wieder einfangen und ich kann gut verstehen, warum manche einfach hier bleiben.

Key West Key West Key West Key West Key West Key West Key West Key West Key West Key West

 

Zurück in Miami, ein bißchen ausgeruht, begeben wir uns wieder auf Entdeckungsreise:

Wynwood Art District: 2003 von Mitgliedern der Kunstszene gegründet, hat sich dieser, früher mal als verrucht und gefährlich verrufene Stadtteil, zum Kunstmekka Miami´s entwickelt. Es gibt ca. 70 Galerien, mehrere Museen und viele Ateliers. Doch das wirklich Besondere hier ist die Street Art. Überall begegnet man kunstvoll gestalteten Häusern.  2009 kamen dann die „Wynwood Walls“ dazu. Die Wände werden alle halben Jahre übermalt und sind somit eine bewegliche Ausstellung.

Wo Kunst ist, siedeln sich natürlich mit der Zeit viele kleine Läden an mit einem vielfältigen Angebot von weniger bekannten Designern aber auch Restaurants und Bars.

Hier ist eine kleine Auswahl von Boutiquen, die wirklich sehenswert sind.

Boho Hunter, Concept-Store bestehend aus Kleidung, Accessoires und Interieur, 184 NM 27th Street, www.bohohunter.com

Nomad Tribe, Boutique mit Designer aus USA und Südamerika aus Bio-Baumwolle und z.B. handgenähten Schuhen                                                                                2301 NW 2nd Avenue, http://www.nomadtribeshop.com

MVM Miami, Multi-Brand-Boutique mit tollen amerikanischen Labels                        2119 NW 2nd Ave, mvmiami.com

Mimo Market, ausgesuchte Designerteile und Accessoires für Frauen und Männer, 2619 NW und Avenue, www.bohohunter.com

Der Wynwood Yard ist eine tolle Location zum Essen und verweilen. Abends spielen Live-Bands und allerlei buntes Volk tummelt sich hier. Alles sehr entspannt!

Dieser Stadtteil hat uns wirklich besonders gut gefallen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Leider ist unsere Zeit in Florida vorbei. Wir haben so viel Unterschiedliches erlebt. Vom totalen Naturerlebnis über Key West Romantik bis zum Metropolen-Feeling war alles dabei.

Und obwohl ich schon einmal hier war, weiß ich, dass ich bestimmt noch ein drittes Mal komme!

P.S. Vielen Dank Svea, das du uns so tolle Fotos zur Verfügung gestellt hast!

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